• Barebone PCs ziehen jeden in den Bann

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    Ein Barebone Computer ist eine teilweise vormontierte PC Plattform oder ein zerlegtes PC-Teilekit. Generell ermöglicht ein Barebone PC eine bessere Anpassung an die Bedürfnisse des Nutzers. Dies geht des Weiteren einher mit geringeren Anschaffungskosten, als beim Erwerb eines Kompletten PC`s im Einzelhandel. Der Bereich der Barebone-PC`s ist weitläufig. Denn es gibt Barebones für Desktop-Computer, für Notebooks (siehe barebook) und auch für Server. Auch gibt es sie in fast jedem Formfaktor.

    Oft werden jedoch Barebone PC Systeme im sogenannten Small Form Faktor angeboten. Das Akronym SFF stand ursprünglich nicht für Small Form Faktor, sondern für “Shuttle Form Factor”. Denn Shuttle war die Marke, die Barebones dieser Form und Größe besonders populär machte. Seitdem ähnliche PC-Designs von Marken wie AOpen und First International Computer auf dem Markt sind, hat sich die Bedeutung SFF weiterentwickelt. Das Wort “Small” ersetzt seitdem das Wort “Shuttle”.

    Der Begriff beschreibt Schuhkarton-große PCs mit zwei Erweiterungs-Slots. Ursprünglich waren die Systeme dieser Kategorie kleiner als die des Micro-ATX Standards. Der Begriff SFF steht im Gegensatz zu Begriffen für größere Anlagen wie z. B. “Mini-Tower” und “Desktops”. Ein typischer Desktop Barebone besteht aus einem PC-Gehäuse, mit vormontiertem Motherboard, Kühlung und Netzteil. Oft ist auch Zubehör, ein optisches Laufwerk, und möglicherweise ein Speicherkartenleser enthalten.

    Der Käufer einer solchen Plattform muss nur noch CPU, RAM (Arbeitsspeicher), Festplatte (falls diese nicht bereits im Lieferumfang enthalten ist) und zusätzlichen Input/Output-Geräte (insbesondere Tastatur, Maus und Bildschirm), je nach seinen Bedürfnissen, zusätzlich erwerben. Barebone PC Systeme enthalten nur manchmal eine CPU oder RAM Speicher, aber selten alle Massenspeicher (Festplatten), Betriebssystem oder andere Software.

    Diese Systeme werden oft auch durch die Installation einer leistungsfähigeren Grafikkarte, sowie eventuell eines hochwertigeren Audio-Adapters aufgewertet. Denn in der Tat werden die in der Hauptplatine integrierten Baugruppen oft als unzureichend empfunden. Die Montage eines Barebone Computers von Hand ist, wie bereits erwähnt, in der Regel günstiger als der Kauf eines vorkonfigurierten Rechners von einem Händler.

    Auch kann der Erwerb eines Barebonekits Zeit und Arbeit sparen, verglichen mit der Zusammenstellung eines Komplettsystems. Es sollte jedoch die künftige Erweiterbarkeit des Systems, vor allem aus der Sicht der Motherboard-Komponenten, im Blick behalten werden. Denn Barebones, bedingt durch den oft kleinen Formfaktor, bieten generell weniger Platz für zusätzliche I/O-Geräte. Auch Speicher- und PCI-Steckplätze sind oft weniger als gewünscht vorhanden.

    Manche Barebone-Hersteller bieten Systeme in einer spezialisierten oder in einem nicht-Standardmäßigem Formfaktor an. In diesem Fall ist eine spätere Aufrüstung mit z.B. einem aktuelleren oder leistungsfähigerem Motherboard, zumindest erschwert. Oft sogar unmöglich.

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